Hören
Forschung zur Unterstützung von Menschen mit Hörunterschieden, einschließlich räumlichen Hörens, Tinnitusunterstützung und auditivem Training.
Virtuelle Realität bietet mehrere Möglichkeiten zur Unterstützung des Hörens, vor allem weil sie kontrollierte dreidimensionale auditive Umgebungen schaffen kann, die reale Hörsituationen simulieren. Jeder Klang lässt sich räumlich verorten - ein Gespräch hinter einem klingt anders als das Klimpern von Besteck links neben einem oder ein Telefon, das auf der anderen Seite des Raumes klingelt. Diese räumliche Genauigkeit ist für realistische auditive Umgebungen wesentlich.
Ein etablierter Forschungsstrang umfasst avatar-basierte Ansätze für Tinnitus, bei denen Menschen mit einer virtuellen Repräsentation interagieren, die ihre Tinnituserfahrung externalisiert. Dieser Ansatz hat sich vielversprechend gezeigt, um tinnitusbezogenen Distress zu mindern und das Leben mit dem Tinnitus zu unterstützen.
Für Menschen mit Hyperakusis bietet VR eine sichere Möglichkeit, Alltagsgeräuschen zu begegnen - ein weinendes Baby, ein bellender Hund, eine Krankenwagensirene, eine Kaffeemaschine - in steuerbaren Intensitäten und in vorhersehbaren Kontexten. Therapierende können jeden Klang in Echtzeit einführen, entfernen oder anpassen und so den Ansatz der abgestuften Exposition unterstützen, auf den viele hörbezogene Programme zurückgreifen.
Räumliche Hörrehabilitation für Trägerinnen und Träger von Cochlea-Implantaten ist ein weiterer Bereich, der erkundet wird. VR-Umgebungen können Klänge aus unterschiedlichen Richtungen und Entfernungen unter kontrollierten Bedingungen darbieten und so eine strukturierte Übungspraxis zur Entwicklung räumlicher Hörfähigkeiten bieten - etwas, das in realen Settings systematisch nur schwer zu replizieren ist.
Während die Hörunterstützung an der Schnittstelle von Audiologie und Sprachtherapie liegt, fällt sie in den Tätigkeitsbereich beider Berufsgruppen. Die Aufnahme dieses Forschungsbereichs zeichnet ein vollständiges Bild des Potenzials von VR in den Kommunikationswissenschaften.
2 Studien
VR und KVT zeigen gleichwertige Ergebnisse bei einseitigem chronischem Tinnitus in einem Äquivalenz-RCT
Ein therapeutischer Äquivalenz-RCT mit 148 Erwachsenen mit einseitigem oder überwiegend einseitigem chronischem subjektivem Tinnitus, der auditorisch-visuelle 3D-VR-Therapie, kognitive Verhaltenstherapie (KVT) und eine Wartelistengruppe verglich. Die Studie ergab keinen signifikanten Unterschied zwischen VR und KVT bei der 3-Monats-Nachbeobachtung, was die Schlussfolgerung unterstützt, dass VR für diese Population mindestens so wirksam ist wie KVT.
Konzeptpapier - schlug vor, Tinnitus über einen VR-Avatar zu externalisieren; legte das Fundament für spätere kontrollierte Studien
Ein theoretischer Rahmen und eine Pilotstudie, die die Idee einführen, immersive VR-Umgebungen und Avatare zu nutzen, um Menschen mit Tinnitus zu helfen, ihren wahrgenommenen Klang zu externalisieren und auf neue Weise damit umzugehen.
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