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Einfach verblindete RCT (n=116) in The Lancet Psychiatry: VR-basierte KVT für paranoide Vorstellungen und sozialen Rückzug bei psychotischen Störungen – VR-CBT erhöhte die soziale Teilhabe nicht, reduzierte aber paranoide Vorstellungen, Angst und momentane soziale Bedrohung im Vergleich zu Treatment-as-usual auf Warteliste
Wie dies bewertet wurde
Multizentrische (7 niederländische psychiatrische Versorgungszentren) einfach verblindete RCT mit Block-Randomisierung, Intention-to-treat-Analyse, vorab spezifizierten primären und sekundären Outcomes und 6-Monats-Follow-up. Veröffentlicht in The Lancet Psychiatry – einem der weltweit hochrangigsten Psychiatrie-Journale. n=116 ist robust für eine klinische RCT in dieser Population. Limitationen: Rekrutierung in einem Land (Niederlande); psychotische Population ist heterogen; das primäre Outcome (soziale Teilhabe) war nicht signifikant, was die Aussage in der Hauptbotschaft einschränkt. ISRCTN-Registrierung (12929657), die jedoch retrospektiv war.
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Eine multizentrische einfach verblindete RCT an sieben niederländischen psychiatrischen Versorgungszentren. 116 ambulante Patient:innen im Alter von 18–65 Jahren mit DSM-IV-Diagnose einer psychotischen Störung und paranoiden Vorstellungen im vergangenen Monat wurden 1:1 zu VR-basierter kognitiver Verhaltenstherapie (VR-CBT; 16 individuelle einstündige Sitzungen zusätzlich zum Treatment-as-usual) ODER zu Warteliste-Kontrolle (nur Treatment-as-usual) randomisiert. Beurteilungen zu Baseline, nach der Behandlung (3 Monate) und nach 6 Monaten Follow-up. Primäres Outcome: soziale Teilhabe (Zeit mit anderen Menschen, momentane Paranoia, wahrgenommene soziale Bedrohung, momentane Angst). Intention-to-treat-Analyse. VR-CBT erhöhte die soziale Teilhabe nicht signifikant, reduzierte aber paranoide Vorstellungen, Angst und momentane soziale Bedrohung – damit ist VR-CBT eine glaubwürdige Ergänzung für paranoide Symptome in der Psychose.
Eine hochrangige (Lancet Psychiatry) multizentrische einfach verblindete RCT zur VR-basierten KVT bei paranoiden Vorstellungen und sozialem Rückzug bei 116 Patient:innen mit psychotischen Störungen. VR-CBT erhöhte die soziale Teilhabe (das primäre Outcome) nicht signifikant, reduzierte aber paranoide Vorstellungen, Angst und momentane soziale Bedrohung – sekundäre Outcomes, die in der psychotischen Versorgung klinisch bedeutsam sind. Hinweis: Die Population (psychotische Störungen) liegt AUSSERHALB des typischen Scopes von Logopädie/Kommunikationsstörungen, aber die Behandlungsziele sozialer Rückzug und soziale Angst überschneiden sich mit unserem Hub-Scope. Als hochwertige fachübergreifende Evidenz enthalten. Für Logopäd:innen ist die Relevanz primär konzeptuell: VR-CBT kann sozialen Rückzug auch in komplexen psychiatrischen Populationen adressieren.
Wichtigste Ergebnisse
- Multizentrische RCT an SIEBEN niederländischen psychiatrischen Versorgungszentren – geografische und klinische Diversifizierung innerhalb der Niederlande
- n=116 ambulante Patient:innen im Alter von 18–65 Jahren mit DSM-IV-Diagnose einer psychotischen Störung UND paranoiden Vorstellungen im vergangenen Monat – die Einschlusskriterien zielten auf Patient:innen mit sozialangstbezogenen psychotischen Symptomen
- RANDOMISIERUNG 1:1 mittels Block-Randomisierung zu VR-CBT + Treatment-as-usual (n=58) ODER Warteliste + Treatment-as-usual (n=58)
- BEHANDLUNG: 16 individuelle VR-CBT-Sitzungen, jeweils 1 Stunde – eine substanzielle Behandlungsdosis nach VR-CBT-Maßstäben
- PRIMÄRES OUTCOME: soziale Teilhabe, operationalisiert als Zeit mit anderen Menschen, momentane Paranoia, wahrgenommene soziale Bedrohung, momentane Angst
- PRIMÄRES OUTCOME-ERGEBNIS: VR-CBT erhöhte die soziale Teilhabe gegenüber der Kontrollgruppe NICHT signifikant
- SEKUNDÄRE OUTCOMES: VR-CBT REDUZIERTE paranoide Vorstellungen, Angst und momentane soziale Bedrohung signifikant – klinisch bedeutsam in der psychotischen Versorgung, auch bei nicht signifikantem primärem Outcome
- Intention-to-treat-Analyse – der Goldstandard für RCT-Integrität
- Beurteilungen zu Baseline, nach der Behandlung (3 Monate) UND 6-Monats-Follow-up – Beurteilung dauerhafter Effekte
- Veröffentlicht in The Lancet Psychiatry – einem der weltweit hochrangigsten Psychiatrie-Journale
- ISRCTN-Registrierung (12929657) retrospektiv statt vorab registriert – ein methodischer Vorbehalt
Hintergrund
Viele Patient:innen mit psychotischen Störungen erleben anhaltende paranoide Vorstellungen und meiden soziale Situationen aufgrund von Misstrauen und Angst. Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) ist als wirksame Behandlung paranoider Vorstellungen etabliert, doch ihre Umsetzung für Outcomes des sozialen Rückzugs ist durch die Schwierigkeit eingeschränkt, In-vivo-Exposition mit ängstlichen, paranoiden Patient:innen durchzuführen. Virtuelle Realität bietet eine kontrollierte Expositionsmodalität – aber deren Wirksamkeit speziell in Populationen mit psychotischen Störungen war vor dieser Studie nicht in einer methodisch rigorosen RCT belegt.
Was die Forschenden taten und herausfanden
Eine multizentrische einfach verblindete RCT an sieben niederländischen psychiatrischen Versorgungszentren. 116 ambulante Patient:innen (18–65 Jahre) mit DSM-IV-Diagnose einer psychotischen Störung und paranoiden Vorstellungen wurden 1:1 zu VR-CBT (16 individuelle einstündige Sitzungen + Treatment-as-usual) oder Warteliste-Kontrolle (nur Treatment-as-usual) randomisiert. Primäres Outcome: soziale Teilhabe. Sekundäre Outcomes: paranoide Vorstellungen, Angst, momentane soziale Bedrohung.
- Primäres Outcome (soziale Teilhabe): durch VR-CBT NICHT signifikant erhöht.
- Sekundäre Outcomes: VR-CBT REDUZIERTE paranoide Vorstellungen, Angst und momentane soziale Bedrohung signifikant.
- Follow-up: Beurteilungen zu Baseline, 3 Monaten (nach der Behandlung) und 6 Monaten – Outcomes längsschnittlich bewertbar.
Warum das wichtig ist + Limitationen
VR-CBT modifiziert die kognitiv-affektive Komponente des sozialen Rückzugs in der Psychose, treibt aber (noch) keine messbare Veränderung in der tatsächlich mit anderen verbrachten Zeit. Limitationen: Die psychotische Population liegt außerhalb des typischen Scopes von Logopädie/Kommunikationsstörungen (hier wegen konzeptueller fachübergreifender Relevanz und hoher Plattformqualität enthalten); die ISRCTN-Registrierung war retrospektiv statt vorab registriert; Stichprobe aus einem Land; das nicht signifikante primäre Outcome schränkt die Aussage in der Hauptbotschaft ein.
Implikationen für die Praxis
Für Behandelnde, die über VR-CBT in komplexen psychiatrischen Populationen einschließlich psychotischer Störungen nachdenken, ist dies die rigoroseste bisher veröffentlichte RCT. Das Muster (nicht signifikantes primäres Ergebnis bei sozialer Teilhabe, signifikantes sekundäres Ergebnis bei paranoiden Vorstellungen, Angst und momentaner sozialer Bedrohung) deutet darauf hin, dass VR-CBT die KOGNITIV-AFFEKTIVE Komponente von sozialem Rückzug leichter modifiziert als die VERHALTENSKOMPONENTE (tatsächliche Zeit mit anderen). Für Logopäd:innen, die mit Klient:innen mit psychotischer Spektrumskomorbidität arbeiten (selten, aber real – z. B. bei manchen Klient:innen mit selektivem Mutismus, schweren sozial-kommunikativen Beeinträchtigungen mit psychotischen Anteilen), liefert diese Arbeit fachübergreifende Evidenz, dass VR-CBT eine bedeutsame Ergänzung sein kann. Für die logopädische Mainstream-Praxis ist die Relevanz konzeptuell, nicht direkt klinisch: VR-CBT erfasst und modifiziert sozial-rückzugsbezogene Kognitionen auch in Populationen mit erheblicher psychiatrischer Komplexität.
Diese Studie zitieren
Wenn Sie diese Studie in Ihrer Arbeit zitieren, sind dies die kanonischen Zitierformate:
@article{potkolder2018,
author = {Pot-Kolder, R. M. C. A. and Geraets, C. N. W. and Veling, W. and van Beilen, M. and Staring, A. B. P. and Gijsman, H. J. and Delespaul, P. A. E. G. and van der Gaag, M.},
title = {Virtual-reality-based cognitive behavioural therapy versus waiting list control for paranoid ideation and social avoidance in patients with psychotic disorders: a single-blind randomised controlled trial},
journal = {The Lancet Psychiatry},
year = {2018},
doi = {10.1016/S2215-0366(18)30053-1},
url = {https://withvr.app/de/evidence/studies/pot-kolder-2018}
}TY - JOUR
AU - Pot-Kolder, R. M. C. A.
AU - Geraets, C. N. W.
AU - Veling, W.
AU - van Beilen, M.
AU - Staring, A. B. P.
AU - Gijsman, H. J.
AU - Delespaul, P. A. E. G.
AU - van der Gaag, M.
TI - Virtual-reality-based cognitive behavioural therapy versus waiting list control for paranoid ideation and social avoidance in patients with psychotic disorders: a single-blind randomised controlled trial
JO - The Lancet Psychiatry
PY - 2018
DO - 10.1016/S2215-0366(18)30053-1
UR - https://withvr.app/de/evidence/studies/pot-kolder-2018
ER - Kennen Sie Forschung, die in diese Evidenzbasis gehört? Wenn eine relevante peer-reviewte Studie hier nicht aufgeführt ist, senden Sie die Quellenangabe an hello@withvr.app. Die Evidenzbasis wird aktuell gehalten, während die Literatur wächst.
Finanzierung & Unabhängigkeit
Affiliationen: Erstautor:innen an der VU University Amsterdam, am Universitätsklinikum Groningen, bei Altrecht Mental Health Care, Pro Persona Mental Health Care, der Universität Maastricht und weiteren (Sieben-Zentren-Kooperation in den Niederlanden). Finanzierungsquellen im veröffentlichten Artikel angegeben. Peer-reviewed in The Lancet Psychiatry (Elsevier – hochrangiges peer-reviewtes Psychiatrie-Journal). ISRCTN-registriert (12929657) retrospektiv. Keine Beteiligung von withVR BV. Zusammenfassung unabhängig von withVR erstellt. Das eingesetzte VR-System war eine maßgeschneiderte niederländische Forschungskonfiguration, NICHT Therapy withVR oder Research withVR.