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Die meisten Sprachtherapeut:innen kennen VR - fast niemand hat sie mit autistischen Kindern genutzt - und was das ändern würde, ist sehr spezifisch
Wie dies bewertet wurde
Querschnittsumfrage mit 53 Befragten in Großbritannien und Irland. Design gut geeignet, um aktuelle Haltungen und Hürden zu beschreiben; nicht dazu bestimmt, Effekte zu messen. Selbstselektion in Richtung technologieinteressierter Klinikerinnen und Kliniker ist möglich.
Die Bewertungen verwenden ein vereinfachtes vierstufiges Schema (Hoch, Mittel, Niedrig, Sehr niedrig), angelehnt an die GRADE working group. Mehr darüber erfahren, wie Studien bewertet werden.
Eine Umfrage unter 53 Sprachtherapeut:innen in Großbritannien und Irland, die mit autistischen Kindern arbeiten, ergab, dass 92 % VR kannten, sie aber nicht klinisch genutzt hatten. Nur eine Sprachtherapeutin bzw. ein Sprachtherapeut (1,8 %) hatte sie mit einem autistischen Kind genutzt. Die genannten Hürden waren spezifisch und adressierbar: autismus-spezifisches VR-Wissen, Unterstützung am Arbeitsplatz, Schulung und klare klinische Leitlinien. 80 % sagten, sie würden VR mit angemessener Schulung und Evidenz ausprobieren.
Die Lücke zwischen VR-Bewusstsein und -Nutzung in autismus-fokussierter sprachtherapeutischer Praxis ist enorm - aber aufnahmebereit. Klinisches Interesse besteht und ist abhängig von neurodiversitätsaffirmierender Evidenz, Schulung und Arbeitsplatzunterstützung. Jedes VR-Werkzeug, das in diesem Bereich eingeführt wird, benötigt einen Ko-Design- und Schulungsplan zusätzlich zur Technologie.
Wichtigste Ergebnisse
- 92 % der Sprachtherapeut:innen kannten VR, hatten sie aber nicht klinisch genutzt
- Nur 1,8 % (1 Befragter) hatten VR mit einem autistischen Kind genutzt
- Hauptsächliche Hürden: unzureichendes autismus-spezifisches VR-Wissen, Arbeitsplatzunterstützung, Abwesenheit klinischer Leitlinien
- 80 % äußerten Bereitschaft, VR mit Schulung und Evidenz zu übernehmen
- Autorinnen und Autoren forderten neurodiversitätsaffirmierende, ko-designte VR-Tools anstelle generischer Produkte
Hintergrund
VR wird seit Jahren in autismus-fokussierter Therapie beworben, aber ob Sprachtherapeut:innen sie tatsächlich nutzen - und was ihnen helfen würde anzufangen - wurde selten quantifiziert. Mills und Duffy befragten Sprachtherapeut:innen in Großbritannien und Irland, um aktuelles Bewusstsein, Nutzung und die spezifischen Bedingungen zu kartieren, die Adoption unterstützen würden.
Was die Forschenden taten
Eine Querschnitts-Online-Umfrage unter 53 Sprachtherapeut:innen, die mit autistischen Kindern arbeiten. Fragen deckten VR-Bewusstsein, klinische Erfahrung, Hürden, Förderer und Bereitschaft ab, mit spezifischen Unterstützungen zu übernehmen.
Was sie fanden
Bewusstsein war nahezu universell (92 %), aber klinische Nutzung nahezu abwesend - eine einzige Person hatte VR mit einem autistischen Kind genutzt. Die genannten Hürden waren praktisch: nicht genug autismus-spezifisches VR-Wissen, keine Arbeitsplatzunterstützung, kein Budget, keine Leitlinien. Entscheidend: 80 % sagten, sie würden VR übernehmen, wenn sie Schulung, Evidenz und Arbeitsplatzunterstützung bekämen. Die Autorinnen und Autoren betonten, dass VR-Tools für Autismus mit autistischer Beteiligung ko-designt werden müssen und um Teilhabe gerahmt statt um Remediation sozialer Kompetenzen.
Warum das wichtig ist
Dies ist das bisher klarste Bild davon, wo VR in autismus-fokussierter sprachtherapeutischer Praxis steht: bekannt, aber nicht genutzt, mit spezifischen adressierbaren Gründen. Die neurodiversitätsaffirmierende Rahmung ist bedeutsam - sie verschiebt die Frage von “kann VR soziale Kompetenzen lehren” zu “kann VR autistische Kinder in Situationen unterstützen, die ihnen wichtig sind”. Diese Rahmung verändert, was als gutes VR-Design zählt.
Einschränkungen
Selbstbericht, Selbstselektion in Richtung technologieinteressierter Klinikerinnen und Kliniker und eine Stichprobe aus Großbritannien und Irland begrenzen die Verallgemeinerbarkeit. Perspektiven autistischer Personen und ihrer Familien wurden nicht einbezogen. Effekte von VR auf Outcomes wurden nicht bewertet.
Implikationen für die Praxis
Für Sprachtherapeut:innen, die mit autistischen Kindern arbeiten: Seien Sie vorsichtig bei VR-Marketing, das VR als 'Lösung' für soziale Kompetenzen rahmt - die neurodiversitätsaffirmierende Rahmung in diesem Artikel ist wichtig. Wenn Sie VR einführen, prüfen Sie, ob das Werkzeug mit autistischer Beteiligung entworfen wurde und ob es Teilhabeziele unterstützt statt Normalisierungsziele. Diese Studie zeigt, dass Ihre Kolleginnen und Kollegen diese Sorge teilen.
Implikationen für die Forschung
Ko-Design-Studien mit autistischen Kindern, Familien und Sprachtherapeut:innen werden vor Wirksamkeitsarbeit benötigt. Umsetzungsforschung, die verfolgt, was nach Schulungs-Rollouts passiert, würde eine wichtige Lücke füllen. Replikation mit größeren, vielfältigeren Stichproben würde die geografische Anwendbarkeit der Ergebnisse stärken.
Diese Studie zitieren
Wenn Sie diese Studie in Ihrer Arbeit zitieren, sind dies die kanonischen Zitierformate:
@article{mills2025,
author = {Mills, J. and Duffy, O.},
title = {Speech and Language Therapists' Perspectives of Virtual Reality as a Clinical Tool for Autism: Cross-Sectional Survey},
journal = {JMIR Rehabilitation and Assistive Technologies},
year = {2025},
doi = {10.2196/63235},
url = {https://withvr.app/de/evidence/studies/mills-2025}
}TY - JOUR
AU - Mills, J.
AU - Duffy, O.
TI - Speech and Language Therapists' Perspectives of Virtual Reality as a Clinical Tool for Autism: Cross-Sectional Survey
JO - JMIR Rehabilitation and Assistive Technologies
PY - 2025
DO - 10.2196/63235
UR - https://withvr.app/de/evidence/studies/mills-2025
ER - Kennen Sie Forschung, die in diese Evidenzbasis gehört? Wenn eine relevante peer-reviewte Studie hier nicht aufgeführt ist, senden Sie die Quellenangabe an hello@withvr.app. Die Evidenzbasis wird aktuell gehalten, während die Literatur wächst.
Finanzierung & Unabhängigkeit
Keine Beteiligung von withVR BV an Finanzierung, Studiendesign oder Autorenschaft. Zusammenfassung unabhängig von withVR auf Basis des veröffentlichten Artikels erstellt.