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Konzeptpapier - schlug vor, Tinnitus über einen VR-Avatar zu externalisieren; legte das Fundament für spätere kontrollierte Studien
Wie dies bewertet wurde
Narrativ-/konzeptionelles Paper zu VR bei Tinnitus; keine primären experimentellen Daten.
Die Bewertungen verwenden ein vereinfachtes vierstufiges Schema (Hoch, Mittel, Niedrig, Sehr niedrig), angelehnt an die GRADE working group. Mehr darüber erfahren, wie Studien bewertet werden.
Ein theoretischer Rahmen und eine Pilotstudie, die die Idee einführen, immersive VR-Umgebungen und Avatare zu nutzen, um Menschen mit Tinnitus zu helfen, ihren wahrgenommenen Klang zu externalisieren und auf neue Weise damit umzugehen.
Wichtigste Ergebnisse
- Das Konzept der Externalisierung von Tinnitus durch einen VR-Avatar wurde als neuartiges Paradigma eingeführt
- Pilotbeobachtungen deuteten darauf hin, dass immersive VR-Umgebungen das Tinnitus-Erleben bedeutsam darstellen können
- Der Rahmen legte die theoretische Grundlage für nachfolgende kontrollierte Studien zur VR-basierten Tinnitus-Unterstützung
Hintergrund
Tinnitus - die Wahrnehmung von Klang ohne externe Quelle - ist eine zutiefst persönliche und interne Erfahrung, die schwer an andere zu kommunizieren oder direkt anzugehen ist. Traditionelle Ansätze zur Unterstützung von Tinnitus-Betroffenen haben sich auf Klangmaskierung, Beratung oder kognitiv-verhaltenstherapeutische Strategien konzentriert. Obwohl diese Ansätze wertvoll sind, bieten sie keine Möglichkeit, direkt mit der Tinnitus-Wahrnehmung zu interagieren oder sie zu modifizieren. Londero und Kollegen schlugen einen grundlegend anderen Ansatz vor: die Nutzung von Virtual Reality, um eine externe Darstellung des Tinnitus-Erlebens zu schaffen.
Was die Forschenden getan haben
Die Forschenden entwickelten einen theoretischen Rahmen für die Nutzung immersiver 3D-virtueller Umgebungen zur Darstellung und Externalisierung von Tinnitus. Sie schufen ein VR-System, in dem der Tinnitus-Klang räumlich dargestellt und an einen virtuellen Avatar oder ein Objekt in der Umgebung gebunden werden konnte. Dies ermöglichte es der Person mit Tinnitus, ihren internen Klang als von einer externen virtuellen Quelle kommend wahrzunehmen, mit der sie dann interagieren konnte - sich darauf zu- oder davon wegbewegen, seine Eigenschaften modifizieren oder ihn an verschiedene räumliche Positionen setzen. Das Team führte Pilotuntersuchungen durch, um die Machbarkeit und erste Reaktionen von Tinnitus-Betroffenen zu beurteilen.
Was sie herausfanden
Erste Beobachtungen deuteten darauf hin, dass das Konzept sowohl technisch machbar als auch psychologisch bedeutsam war. Menschen, die die VR-Umgebung erlebten, berichteten, dass die Externalisierung ihres Tinnitus sich wie eine bedeutsame Veränderung in ihrer Beziehung zum Klang anfühlte. Die Fähigkeit, den Tinnitus außerhalb des eigenen Kopfes zu verorten, selbst virtuell, wurde als stärkend beschrieben. Die Forschenden stellten fest, dass die immersive Qualität von VR für den Effekt wesentlich war - einfachere visuelle Darstellungen erzeugten nicht das gleiche Gefühl der Externalisierung. Diese Arbeit etablierte die konzeptuellen und technischen Grundlagen, die später in kontrollierten Studien getestet werden sollten.
Warum dies wichtig ist
Dieses Paper führte einen Paradigmenwechsel im Denken über VR und Hören ein. Anstatt VR zur Simulation realer Hörsituationen zu nutzen, schlug es vor, Immersion zu nutzen, um eine interne Erfahrung in etwas Externes und Interaktives zu transformieren. Dieses Konzept hat Implikationen über Tinnitus hinaus und deutet darauf hin, dass VR nützlich sein könnte, um Menschen zu unterstützen, deren Hörerfahrungen mit konventionellen Mitteln schwer zu adressieren sind.
Einschränkungen
Dies war in erster Linie ein theoretisches und konzeptuelles Paper mit begrenzten empirischen Daten. Es wurden keine kontrollierten Vergleiche durchgeführt, und die Pilotbeobachtungen umfassten eine sehr kleine Anzahl von Personen. Die langfristige Wirksamkeit und die spezifischen Wirkungsmechanismen blieben in diesem Stadium ungetestet.
Implikationen für die Praxis
Diese Arbeit legte eine theoretische Grundlage für die Nutzung von VR zur Unterstützung von Tinnitus-Betroffenen, indem sie eine interne Erfahrung externalisieren können. Das Konzept der Darstellung von Tinnitus durch einen virtuellen Avatar eröffnet neue Möglichkeiten, Menschen dabei zu helfen, ihre Beziehung zum wahrgenommenen Klang zu verändern, und geht über traditionelle Klangmaskierungs- oder reine Beratungsansätze hinaus, um interaktive, immersive Erfahrungen zu schaffen, die bestehende Unterstützungsstrategien ergänzen können.
Diese Studie zitieren
Wenn Sie diese Studie in Ihrer Arbeit zitieren, sind dies die kanonischen Zitierformate:
@article{londero2010,
author = {Londero, A. and Viaud-Delmon, I. and Baskind, A. and Delerue, O. and Bertet, S. and Bonfils, P. and Warusfel, O.},
title = {Auditory and visual 3D virtual reality therapy for chronic subjective tinnitus: theoretical framework},
journal = {Virtual Reality},
year = {2010},
doi = {10.1007/s10055-009-0135-0},
url = {https://withvr.app/de/evidence/studies/londero-2010}
}TY - JOUR
AU - Londero, A.
AU - Viaud-Delmon, I.
AU - Baskind, A.
AU - Delerue, O.
AU - Bertet, S.
AU - Bonfils, P.
AU - Warusfel, O.
TI - Auditory and visual 3D virtual reality therapy for chronic subjective tinnitus: theoretical framework
JO - Virtual Reality
PY - 2010
DO - 10.1007/s10055-009-0135-0
UR - https://withvr.app/de/evidence/studies/londero-2010
ER - Kennen Sie Forschung, die in diese Evidenzbasis gehört? Wenn eine relevante peer-reviewte Studie hier nicht aufgeführt ist, senden Sie die Quellenangabe an hello@withvr.app. Die Evidenzbasis wird aktuell gehalten, während die Literatur wächst.
Finanzierung & Unabhängigkeit
Keine Beteiligung von withVR BV an Finanzierung, Studiendesign oder Autorenschaft. Zusammenfassung unabhängig von withVR auf Basis des veröffentlichten Artikels erstellt.