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VR-basierte Aufgaben zeigen unterschiedliche kognitive Profile bei Stottern und ADHS
Wie dies bewertet wurde
Experimentelle Studie mit substanzieller Stichprobe (n=179) in drei Gruppen. Design erlaubt bedeutsame Vergleiche; Sicherheit hauptsaechlich herabgesetzt, weil das Ergebnis spezifisch für den verwendeten VR-Kontext ist.
Die Bewertungen verwenden ein vereinfachtes vierstufiges Schema (Hoch, Mittel, Niedrig, Sehr niedrig), angelehnt an die GRADE working group. Mehr darüber erfahren, wie Studien bewertet werden.
Diese Doktorarbeit verwendete VR-basierte Aufgaben mit EEG und Eye-Tracking, um Aufmerksamkeit und exekutive Funktionen bei stotternden Erwachsenen, Erwachsenen mit ADHS und neurotypischen Kontrollpersonen zu vergleichen. Die kognitiven Profile erwiesen sich als unterschiedlich, was Annahmen über das gemeinsame Auftreten in Frage stellt.
Wichtigste Ergebnisse
- Die kognitiven Architekturen stotternder Menschen und Menschen mit ADHS sind unterschiedlich
- Stotternde Menschen waren am stärksten bei auditiver selektiver und geteilter Aufmerksamkeit beeinträchtigt
- Eye-Tracking zeigte Impulsivitätsmarker nur bei Menschen mit ADHS
- Das Arbeitsgedächtnis funktionierte trotz zentraler Bedeutung für alle Gruppen unterschiedlich
Hintergrund
Stottern und ADHS werden manchmal als kognitive Merkmale angenommen, die sich überschneiden, insbesondere im Bereich Aufmerksamkeit und exekutive Funktionen. Diese Annahme kann zu überlappenden Förderansätzen führen, die möglicherweise keiner der beiden Gruppen gut dienen. Kazazis Doktorarbeit zielte darauf ab, festzustellen, ob die kognitiven Profile stotternder Menschen und Menschen mit ADHS tatsächlich ähnlich oder grundlegend verschieden sind.
Was die Forschenden getan haben
Die Studie rekrutierte 179 Erwachsene in drei Gruppen: stotternde Personen, Personen mit ADHS und neurotypische Kontrollpersonen. Die Teilnehmenden absolvierten eine Reihe VR-basierter kognitiver Aufgaben zur Messung von selektiver Aufmerksamkeit, geteilter Aufmerksamkeit, Daueraufmerksamkeit und Arbeitsgedächtnis. Die Hirnaktivität wurde über EEG aufgezeichnet und die Augenbewegungen durchgehend verfolgt. Die VR-Umgebung bot einen ökologisch valideren Bewertungskontext im Vergleich zu traditionellen computerisierten Tests.
Was sie herausfanden
Die kognitiven Profile stotternder Menschen und Menschen mit ADHS waren bei nahezu jedem Maß unterschiedlich. Stotternde Menschen zeigten ihre größten Schwierigkeiten bei auditiven selektiven und geteilten Aufmerksamkeitsaufgaben, was darauf hindeutet, dass das Management konkurrierender auditiver Informationen besonders herausfordernd ist. Menschen mit ADHS zeigten dagegen impulsivitätsbezogene Muster, die in ihren Eye-Tracking-Daten sichtbar waren - Muster, die in der Stottergruppe fehlten. Das Arbeitsgedächtnis war in beiden Gruppen beteiligt, funktionierte aber über unterschiedliche Mechanismen. EEG-Daten bestätigten ferner, dass die neuronalen Signaturen, die mit den Aufmerksamkeitsherausforderungen jeder Gruppe assoziiert waren, qualitativ verschieden waren.
Warum dies wichtig ist
Diese Ergebnisse stellen die Idee in Frage, dass Stottern und ADHS ein gemeinsames kognitives Fundament teilen. Durch den Nachweis unterschiedlicher Profile legt die Forschung nahe, dass Förderstrategien, die für eine Gruppe entwickelt wurden, nicht als auf die andere übertragbar angenommen werden sollten. Die Verwendung VR-basierter Diagnostik zeigt auch, wie immersive Umgebungen reichhaltigere, naturalistischere Daten über kognitive Funktionen liefern können als traditionelle Laboraufgaben.
Einschränkungen
Die Studie konzentrierte sich auf Erwachsene, sodass die Ergebnisse möglicherweise nicht auf Kinder übertragbar sind, bei denen Entwicklungsverläufe anders aussehen könnten. Teilnehmende mit sowohl Stottern als auch ADHS wurden ausgeschlossen, was bedeutet, dass die Studie zur tatsächlich komorbiden Population keine Aussage machen kann. Die VR-Aufgaben waren zwar ökologisch valider als bildschirmbasierte Tests, stellten aber dennoch kontrollierte Laborbedingungen dar.
Implikationen für die Praxis
Stotternde Menschen und Menschen mit ADHS benötigen unterschiedliche Förderansätze. VR-basierte Diagnostik mit integriertem Eye-Tracking bietet ökologisch valide Differenzierungsmethoden.
Diese Studie zitieren
Wenn Sie diese Studie in Ihrer Arbeit zitieren, sind dies die kanonischen Zitierformate:
@article{kazazi2023,
author = {Kazazi, F.},
title = {Assessing Executive Function Impairments and Comorbidity between ADHD and Stuttering},
journal = {Doctoral thesis, University College London},
year = {2023},
url = {https://withvr.app/de/evidence/studies/kazazi-2023}
}TY - JOUR
AU - Kazazi, F.
TI - Assessing Executive Function Impairments and Comorbidity between ADHD and Stuttering
JO - Doctoral thesis, University College London
PY - 2023
UR - https://withvr.app/de/evidence/studies/kazazi-2023
ER - Kennen Sie Forschung, die in diese Evidenzbasis gehört? Wenn eine relevante peer-reviewte Studie hier nicht aufgeführt ist, senden Sie die Quellenangabe an hello@withvr.app. Die Evidenzbasis wird aktuell gehalten, während die Literatur wächst.
Finanzierung & Unabhängigkeit
Keine Beteiligung von withVR BV an Finanzierung, Studiendesign oder Autorenschaft. Zusammenfassung unabhängig von withVR auf Basis des veröffentlichten Artikels erstellt.