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Meta-Analyse von 37 RCTs (n=2.991), die drei technologiegestützte Interventionen für soziale Angststörung vergleicht: internet-basierte KVT (21 Studien), VR-Expositionstherapie (3 Studien) und kognitive Bias-Modifikation (13 Studien) - ICBT und VRET produzierten beide große Effekte vs. passive Kontrolle (g=0,84 und 0,82)
Wie dies bewertet wurde
Systematische Literatursuche in Medline, PsycInfo und Web of Science. 37 RCTs, Gesamt-n=2.991. Random-Effects-Analyse. Drei Interventionskategorien separat analysiert mit kontrollierten Effektgrößen-Schätzungen vs. sowohl passive als auch aktive Kontrollen, plus Katamnese-Daten, wo verfügbar. Peer-Review im Journal of Anxiety Disorders (Elsevier, etabliertes hochrangiges peer-reviewtes klinisch-psychologisches Forum). Autorenschaft: Kampmann (Erstautor des Kampmann 2016-RCT in unserem Hub), Emmelkamp (langjähriger VRET-Forscher), Morina (Amsterdam-Gruppe). Einschränkungen: nur 3 VRET-Studien im Pool - die VRET-Schlussfolgerungen sind statistisch bescheiden; das Schnittdatum vor 2016 verpasst die Consumer-Hardware-VRET-Studien (Lindner 2019, Reeves 2021, Zainal 2021).
Die Bewertungen verwenden ein vereinfachtes vierstufiges Schema (Hoch, Mittel, Niedrig, Sehr niedrig), angelehnt an die GRADE working group. Mehr darüber erfahren, wie Studien bewertet werden.
Eine systematische Literatursuche in Medline, PsycInfo und Web of Science identifizierte 37 randomisierte kontrollierte Studien zu technologiegestützten Interventionen für soziale Angststörung, mit Gesamtstichprobe n=2.991 Teilnehmenden. Die Studien wurden in internet-basierte kognitive Verhaltenstherapie (ICBT; 21 Studien), virtuelle Realitäts-Expositionstherapie (VRET; 3 Studien) und kognitive Bias-Modifikation (CBM; 13 Studien) gruppiert. Patient:innen, die sich ICBT und VRET unterzogen, zeigten bei der Nachbeurteilung signifikant weniger SAD-Symptome als passive Kontrollbedingungen (Hedges' g = 0,84 bzw. 0,82). Im Vergleich zu aktiven Kontrollbedingungen hatte ICBT einen kleinen Vorteil (g = 0,38); VRET zeigte vergleichbare Effekte (p > 0,05). CBM war nicht wirksamer als passive Kontrolle, außer in Laborlieferung (g = 0,35).
Eine 2016er-Meta-Analyse, veröffentlicht im Journal of Anxiety Disorders, die drei technologiegestützte SAD-Interventionen vergleicht: ICBT (21 Studien), VRET (3 Studien) und CBM (13 Studien). Schlüsselbefund: VRET produzierte einen großen Effekt (g=0,82) vs. passive Kontrolle, vergleichbar mit ICBT (g=0,84). Zusammen mit Carl 2019, Wechsler 2019, Horigome 2020 und Chesham 2018 ist dies Teil des meta-analytischen Rückgrats für VRET bei SAD - mit dem einzigartigen Beitrag, VRET neben anderen technologiegestützten SAD-Interventionen für vergleichenden Kontext zu platzieren. Wichtiger methodischer Vorbehalt: Nur 3 VRET-Studien werden hier gepoolt (die 2010-2015-Ära), sodass die VRET-Schlussfolgerungen im Vergleich zu den aktuelleren Reviews vorläufig sind.
Wichtigste Ergebnisse
- Systematische Suche in Medline, PsycInfo, Web of Science ergab 37 RCTs (n=2.991) zu technologiegestützten SAD-Interventionen
- Drei Interventionskategorien: ICBT (21 Studien), VRET (3 Studien), CBM (13 Studien)
- VRET vs. PASSIVE KONTROLLE: große Effektstärke, Hedges' g = 0,82 (CI 0,86-1,54 für den kontrollierten 2-Studien-Effektgrößenwert bei Nachbeurteilung, insgesamt großer Effekt)
- ICBT vs. PASSIVE KONTROLLE: großer Effekt, Hedges' g = 0,84
- VRET vs. AKTIVE KONTROLLE: vergleichbare Effekte (p > 0,05) - VRET und aktive Kontrolle produzierten ähnliche Ergebnisse
- ICBT vs. AKTIVE KONTROLLE: kleiner Vorteil für ICBT (g = 0,38)
- CBM war NICHT wirksamer als passive Kontrolle, außer in Laborlieferung (g = 0,35) - CBM hat begrenzte Wirksamkeit außerhalb von Laborsettings
- Schließt Katamnese-Daten ein, wo verfügbar - die VRET-Katamnese war durch die geringe Anzahl von Studien begrenzt
- In nachfolgenden SAD-VRET-Meta-Analysen zitiert (Chesham 2018, Horigome 2020) als Teil des Fundaments des Feldes
- Nur 3 VRET-Studien im Pool - die VRET-Schlussfolgerungen sind im Vergleich zum größeren ICBT-Pool vorläufig; Horigome 2020 mit 22 VRET-Studien ersetzt sie für die VRET-spezifische Synthese
Hintergrund
Bis 2016 hatten sich drei verschiedene technologiegestützte Interventionen für soziale Angststörung entwickelt: internet-basierte KVT (ICBT, gut etabliert), virtuelle Realitäts-Expositionstherapie (VRET, aufkommend) und kognitive Bias-Modifikation (CBM, umstritten). Was fehlte, war ein Kopf-an-Kopf-meta-analytischer Vergleich der drei.
Was sie taten und fanden
Systematische Suche in Medline, PsycInfo, Web of Science. 37 RCTs (n=2.991). Drei Interventionskategorien: ICBT (21), VRET (3), CBM (13).
- ICBT vs. passive Kontrolle: Hedges’ g = 0,84 (großer Effekt)
- VRET vs. passive Kontrolle: Hedges’ g = 0,82 (großer Effekt)
- ICBT vs. aktive Kontrolle: g = 0,38 (kleiner Vorteil)
- VRET vs. aktive Kontrolle: vergleichbar (p > 0,05)
- CBM: nicht wirksam vs. passiv, außer im Labor (g = 0,35)
Warum das wichtig ist + Limitationen
Einzigartiger Kopf-an-Kopf-Vergleich von technologiegestützten SAD-Interventionen. Limitationen: nur 3 VRET-Studien im Pool - VRET-Schlussfolgerungen sind im Vergleich zu Horigome 2020 (22 VRET-Studien) vorläufig. Das Schnittdatum vor 2016 verpasst die Consumer-Hardware-VRET-Studien (Lindner 2019, Reeves 2021, Zainal 2021).
Implikationen für die Praxis
Für Kliniker:innen, die VRET mit ANDEREN technologiegestützten SAD-Interventionen (ICBT, CBM) vergleichen, ist dies die einzigartige meta-analytische Synthese. Der Befund, dass VRET und ICBT vergleichbar große Effekte vs. passive Kontrolle produzierten, deutet darauf hin, dass beide tragfähige technologie-gelieferte SAD-Behandlungen sind; die Wahl zwischen ihnen hängt von Zugänglichkeit, Kliniker:innen-Schulung und Patient:innenpräferenz ab. CBM erweist sich als die schwächste der drei Kategorien. Für PWS mit SAD-Komorbidität stützt dieser Artikel sowohl VRET (in der Klinik oder zuhause) ALS AUCH Internet-KVT als tragfähige Ergänzungen. Für Förder- oder Beschaffungskontexte, in denen die Frage lautet, 'in welche technologiegestützte SAD-Intervention zu investieren', liefert dieser Artikel Kopf-an-Kopf-meta-analytische Evidenz.
Diese Studie zitieren
Wenn Sie diese Studie in Ihrer Arbeit zitieren, sind dies die kanonischen Zitierformate:
@article{kampmann2016,
author = {Kampmann, I. L. and Emmelkamp, P. M. G. and Morina, N.},
title = {Meta-analysis of technology-assisted interventions for social anxiety disorder},
journal = {Journal of Anxiety Disorders},
year = {2016},
doi = {10.1016/j.janxdis.2016.06.007},
url = {https://withvr.app/de/evidence/studies/kampmann-2016-meta}
}TY - JOUR
AU - Kampmann, I. L.
AU - Emmelkamp, P. M. G.
AU - Morina, N.
TI - Meta-analysis of technology-assisted interventions for social anxiety disorder
JO - Journal of Anxiety Disorders
PY - 2016
DO - 10.1016/j.janxdis.2016.06.007
UR - https://withvr.app/de/evidence/studies/kampmann-2016-meta
ER - Kennen Sie Forschung, die in diese Evidenzbasis gehört? Wenn eine relevante peer-reviewte Studie hier nicht aufgeführt ist, senden Sie die Quellenangabe an hello@withvr.app. Die Evidenzbasis wird aktuell gehalten, während die Literatur wächst.
Finanzierung & Unabhängigkeit
Affiliationen: Department of Clinical Psychology, University of Amsterdam; Amsterdam Brain and Cognition Center; Netherlands Institute for Advanced Study (Emmelkamp). Spezifische Finanzierungsquellen im veröffentlichten Artikel berichtet. Peer-Review im Journal of Anxiety Disorders (Elsevier). Keine Beteiligung von withVR BV. Zusammenfassung unabhängig von withVR erstellt.