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Video-Selbstmodellierung verbessert die Selbstwahrnehmung nach Sprechumstrukturierung
Wie dies bewertet wurde
RCT mit ausreichender Stichprobengröße (n=89) bei Erwachsenen und Jugendlichen, die stottern. Direkte Evidenz für die Interventionsfrage; begrenzt hauptsaechlich durch Studienort und Wahl der Ergebnismaße.
Die Bewertungen verwenden ein vereinfachtes vierstufiges Schema (Hoch, Mittel, Niedrig, Sehr niedrig), angelehnt an die GRADE working group. Mehr darüber erfahren, wie Studien bewertet werden.
Diese Studie testete, ob das Hinzufügen von Video-Selbstmodellierung zur standardmäßigen Nachsorge die Fortschritte von 89 stotternden Personen festigen würde. Die objektive Stotterhäufigkeit änderte sich nicht, aber die Videogruppe berichtete bedeutsam niedrigere wahrgenommene Schwere und größere Zufriedenheit nach sechs Monaten.
Wichtigste Ergebnisse
- Kein signifikanter Vorteil bei Prozent gestotterten Silben bei Ein-Monats- oder Sechs-Monats-Nachuntersuchung
- Die Videogruppe schätzte ihr schlimmstes kürzliches Stottern etwa 10 Prozentpunkte niedriger ein als die Kontrollgruppe
- Die Videogruppe berichtete etwa 20 Prozentpunkte größere Zufriedenheit mit der Alltagssprache
- Die Sprachnatürlichkeit wurde nicht beeinträchtigt
Hintergrund
Die Aufrechterhaltung von Fortschritten nach intensiven Sprechumstrukturierungsprogrammen ist eine bekannte Herausforderung für stotternde Menschen. Rückfälle sind häufig, und viele Menschen stellen fest, dass das während eines Programms aufgebaute Selbstvertrauen nachlässt, wenn sie in Alltagssprechsituationen zurückkehren. Video-Selbstmodellierung - das Betrachten von bearbeiteten Aufnahmen, in denen man selbst gut spricht - hatte in anderen Bereichen vielversprechende Ergebnisse gezeigt, war aber beim Stottern nicht rigoros getestet worden.
Was die Forschenden getan haben
Neunundachtzig Erwachsene und Jugendliche, die kürzlich ein Sprechumstrukturierungsprogramm abgeschlossen hatten, wurden zufällig einer Video-Selbstmodellierungsgruppe oder einer Standardnachsorgegruppe zugeordnet. Die Videogruppe sah kurze Clips, in denen sie selbst in verschiedenen Alltagssituationen flüssig sprachen. Beide Gruppen folgten demselben Nachsorgeplan. Die Ergebnisse wurden nach einem Monat und nach sechs Monaten bewertet, einschließlich objektiver Stotterhäufigkeit, Selbsteinschätzung der Schwere und Zufriedenheit mit dem Sprechen.
Was sie herausfanden
Beim primären objektiven Maß - Prozent gestotterte Silben - unterschieden sich die beiden Gruppen an keinem Nachuntersuchungszeitpunkt. Die Video-Selbstmodellierungsgruppe zeigte jedoch bedeutsame Vorteile darin, wie sie ihr eigenes Sprechen wahrnahm. Sie bewertete ihr schlimmstes kürzliches Stottern als etwa 10 Prozentpunkte niedriger als die Kontrollgruppe und berichtete etwa 20 Prozentpunkte größere Zufriedenheit mit ihrer Alltagssprache. Die Sprachnatürlichkeit wurde nicht beeinträchtigt, was zeigt, dass die Intervention kein unnatürliches Sprechmuster erzeugte.
Warum dies wichtig ist
Diese Studie verdeutlicht einen wichtigen Unterschied zwischen objektiven Sprechmaßen und dem gelebten Erleben einer Person. Obwohl das Video nicht veränderte, wie oft Stottern auftrat, veränderte es, wie Menschen über ihre Kommunikation empfanden. Für viele stotternde Menschen sind Selbstwahrnehmung und Selbstvertrauen mindestens ebenso wichtig wie messbare Flüssigkeit. Die Ergebnisse legten auch den Grundstein für spätere VR-basierte Selbstmodellierungsforschung, bei der immersive Umgebungen das Erlebnis, sich selbst sprechen zu sehen, noch überzeugender machen könnten.
Einschränkungen
Die Studie basierte auf einem spezifischen Sprechumstrukturierungsprogramm, sodass die Ergebnisse möglicherweise nicht auf andere Ansätze übertragbar sind. Die Videoclips waren zweidimensional und wurden auf einem Standardbildschirm angesehen, was das Gefühl der Immersion einschränkte. Eine längerfristige Nachbeobachtung über sechs Monate hinaus wurde nicht durchgeführt.
Implikationen für die Praxis
Selbst wenn objektive Flüssigkeitsmaße statisch bleiben, können stotternde Menschen bedeutsame Verbesserungen in der Selbstwahrnehmung erleben. Therapeuten könnten kurze Video-Selbstmodellierung als kostengünstige Ergänzung einbeziehen.
Diese Studie zitieren
Wenn Sie diese Studie in Ihrer Arbeit zitieren, sind dies die kanonischen Zitierformate:
@article{cream2010,
author = {Cream, A. and O'Brian, S. and Jones, M. and Block, S. and Harrison, E. and Lincoln, M. and Hewat, S. and Packman, A. and Menzies, R. and Onslow, M.},
title = {Randomized Controlled Trial of Video Self-Modeling Following Speech Restructuring Treatment for Stuttering},
journal = {Journal of Speech, Language, and Hearing Research},
year = {2010},
doi = {10.1044/1092-4388(2009/09-0080)},
url = {https://withvr.app/de/evidence/studies/cream-2010}
}TY - JOUR
AU - Cream, A.
AU - O'Brian, S.
AU - Jones, M.
AU - Block, S.
AU - Harrison, E.
AU - Lincoln, M.
AU - Hewat, S.
AU - Packman, A.
AU - Menzies, R.
AU - Onslow, M.
TI - Randomized Controlled Trial of Video Self-Modeling Following Speech Restructuring Treatment for Stuttering
JO - Journal of Speech, Language, and Hearing Research
PY - 2010
DO - 10.1044/1092-4388(2009/09-0080)
UR - https://withvr.app/de/evidence/studies/cream-2010
ER - Kennen Sie Forschung, die in diese Evidenzbasis gehört? Wenn eine relevante peer-reviewte Studie hier nicht aufgeführt ist, senden Sie die Quellenangabe an hello@withvr.app. Die Evidenzbasis wird aktuell gehalten, während die Literatur wächst.
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