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Wichtige Meta-Analyse (2019) von 30 randomisierten kontrollierten Studien zur virtuellen Realitäts-Expositionstherapie bei Angststörungen und verwandten Störungen (n=1.057): großer Effekt vs. Warteliste (g=0,90) und gleichwertig zu In-vivo-Exposition

Carl E et al. · 2019 · Journal of Anxiety Disorders · Systematische Übersichtsarbeit · n = 1057 · Meta-Analyse, 30 RCTs zu VRET bei Angststörungen, n=1.057 · DOI
Sicherheit der Evidenz: Hohe Sicherheit
Wie dies bewertet wurde

PRISMA-konforme Meta-Analyse von 30 randomisierten kontrollierten Studien, Gesamt-n=1.057 Teilnehmende. Peer-Review im Journal of Anxiety Disorders (Elsevier, etabliertes hochrangiges peer-reviewtes klinisch-psychologisches Forum). Die Autorenschaft ist die etablierte VRET-Forschungsgemeinschaft (Rothbaum, Emmelkamp, Carlbring, Powers, plus Autor:innen einer neueren Generation). Random-Effects-Analyse angemessen angesichts der Heterogenität über die Störungen hinweg. Die störungsspezifischen Subgruppenanalysen (spezifische Phobie, SAD/PSA, PTBS, Panik) erlauben die direkte Untersuchung sozialer Angsteffekte. Einschränkungen, die jeder Meta-Analyse inhärent sind: a) Heterogenität der VR-Hardware über die zusammengefassten Studien hinweg (die meisten vor 2019), b) Publikationsbias-Risiko, c) Effektgrößen reflektieren aggregierte Muster und können einzelne studienspezifische Moderatoren verdecken.

Die Bewertungen verwenden ein vereinfachtes vierstufiges Schema (Hoch, Mittel, Niedrig, Sehr niedrig), angelehnt an die GRADE working group. Mehr darüber erfahren, wie Studien bewertet werden.

Eine aktualisierte Meta-Analyse, die Powers & Emmelkamp 2008 auf 30 randomisierte kontrollierte Studien (n=1.057 Teilnehmende) zur virtuellen Realitäts-Expositionstherapie (VRET) bei Angststörungen und verwandten Störungen erweitert. Abdeckung: 14 Studien zu spezifischen Phobien, 8 zu sozialer Angststörung oder Performance-Angst, 5 zu PTBS und 3 zu Panikstörung. Eine Random-Effects-Analyse ergab eine große Effektstärke für VRET vs. Warteliste (Hedges' g = 0,90) und eine mittlere bis große Effektstärke für VRET vs. psychotherapeutische Vergleichsbedingungen. Bestätigt, dass VRET eine klinisch wirksame Option über das Spektrum der Angststörungen hinweg ist, wobei soziale Angst und Performance-Angst die für Kommunikationsarbeit relevanteste Teilmenge bilden.

Klinische Kernaussage

Die umfassendste aktuelle Meta-Analyse von VRET über Angststörungen hinweg. 30 RCTs zu spezifischer Phobie, SAD/PSA, PTBS und Panikstörung ergaben einen großen Effekt vs. Warteliste (g=0,90) und einen mittleren bis großen Effekt vs. aktive psychotherapeutische Vergleichsbedingungen. Die SAD/PSA-Teilmenge ist am relevantesten für die Logopädie-Arbeit mit PWS und sozialer Angstkomorbidität. Zusammen mit Wechsler 2019 (dosis-gematchte VRET vs. In-vivo) und Powers & Emmelkamp 2008 + Opris 2012 ist dies das meta-analytische Rückgrat der modernen VRET-Evidenzbasis. Die Autorenschaft von Carl et al. umfasst Rothbaum, Emmelkamp, Carlbring, Powers - die führenden klinischen VRET-Forschungsfiguren der letzten zwei Jahrzehnte.

Wichtigste Ergebnisse

  • Aktualisierte Meta-Analyse, die Powers & Emmelkamp 2008 von 13 auf 30 RCTs zu VRET erweitert, mit Gesamtstichprobe n=1.057 Teilnehmenden
  • Störungsabdeckung: 14 Studien zu SPEZIFISCHEN PHOBIEN, 8 zu SOZIALER ANGSTSTÖRUNG oder PERFORMANCE-ANGST, 5 zu PTBS, 3 zu PANIKSTÖRUNG (mit und ohne Agoraphobie)
  • VRET vs. WARTELISTE: große Effektstärke, Hedges' g = 0,90 - direkt vergleichbar mit Powers 2008s d = 1,11-Befund, bestätigt den dauerhaften großen Effekt von VRET gegenüber keiner Behandlung
  • VRET vs. PSYCHOTHERAPIE-VERGLEICHSBEDINGUNGEN: mittlere bis große Effektstärke zugunsten von VRET (spezifischer Wert im veröffentlichten Artikel angegeben)
  • Starkes Autorenschaftssignal: Rothbaum, Emmelkamp, Carlbring, Powers unter den genannten Autor:innen - dies sind die meistzitierten klinischen VRET-Forschungsfiguren der letzten zwei Jahrzehnte; dieser Artikel repräsentiert die Konsensposition des Feldes
  • Die 8 SAD/Performance-Angst-Studien sind die für klinische Kommunikationsarbeit-Entscheidungsfindung relevanteste Teilmenge (Logopäd:innen mit PWS und sozialer Angstkomorbidität, Stimm-Kliniker:innen mit Performance-Angstkomorbidität)
  • Random-Effects-Analyse verwendet angesichts der Heterogenität über Störungen und Studiendesigns hinweg
  • Veröffentlicht im Journal of Anxiety Disorders (Elsevier, hochrangiges peer-reviewtes Forum)

Hintergrund

Die Meta-Analyse von Powers & Emmelkamp 2008 zu VRET bei Angststörungen etablierte das Feld auf der Basis von 13 Studien. In dem darauf folgenden Jahrzehnt expandierte die VRET-Forschung erheblich - mehr Studien, mehr abgedeckte Störungen, vielfältigere Vergleichsbedingungen und die Hinzufügung von sozialer Angststörung, PTBS und Panikstörung zur überwiegend spezifischen-Phobie-Evidenzbasis. Bis 2018-2019 war eine umfassende Aktualisierung angezeigt.

Die Autor:innen setzten sich zum Ziel, diese Aktualisierung mit einer PRISMA-konformen Meta-Analyse zu liefern, die RCTs zu VRET vs. Kontrolle oder In-vivo-Exposition über das gesamte Angststörungs-Spektrum abdeckt.

Was die Forscher:innen taten

Eine Literatursuche identifizierte 30 randomisierte kontrollierte Studien zu VRET gegenüber Kontrolle oder In-vivo-Exposition, mit Gesamtstichprobe n=1.057 Teilnehmenden. Die Studienverteilung:

Eine Random-Effects-Analyse wurde angesichts der Heterogenität über Störungen und Studiendesigns hinweg verwendet. Eine Hedges’ g-Effektgrößen-Synthese wurde mit Subgruppenanalyse nach Störungstyp und Vergleichsbedingung (Warteliste vs. aktive Psychotherapie vs. In-vivo-Exposition) durchgeführt.

Was sie fanden

Warum das wichtig ist

Für Kliniker:innen, Forscher:innen und Beschaffungsteams, die die Evidenzbasis für VRET bei Angst- und Performance-Angst-Bedingungen zitieren, ist dies die autoritativste aktuelle meta-analytische Synthese. Der große Effekt vs. Warteliste + mittlere bis große Effekt vs. aktive Vergleichsbedingungen sind beide klinisch bedeutsam. Zusammen mit Wechsler 2019 (dosis-gematchte VRET vs. In-vivo speziell bei Phobien) und Powers & Emmelkamp 2008 bildet dies das meta-analytische Rückgrat für VRET bei Angst.

Die Autorenschaft verdient Erwähnung: Rothbaum, Emmelkamp, Carlbring und Powers - die dominanten klinischen VRET-Forschungsfiguren der letzten zwei Jahrzehnte - sind alle Mitautor:innen. Dieser Artikel repräsentiert die Konsensposition des Feldes circa 2018-2019.

Limitationen

Implikationen für die Praxis

Für Kliniker:innen, die die Evidenzbasis für VRET bei Angst- und Performance-Angst-Präsentationen zitieren - einschließlich Logopäd:innen, die mit PWS arbeiten, die soziale Angstkomorbidität haben, und Stimm-Kliniker:innen, die mit Performance-Angst arbeiten - ist dies die autoritativste und aktuellste meta-analytische Synthese, die verfügbar ist. Der große Effekt vs. Warteliste (g=0,90) und der mittlere bis große Effekt vs. aktive psychotherapeutische Vergleichsbedingungen sind beide klinisch bedeutsame Größenordnungen. Die 8 SAD/PSA-RCTs im Pool umfassen Anderson 2013, Bouchard 2017, Wallach 2009 und Klinger 2005 - alle in diesem Hub - plus weitere Studien. Für Beschaffungsteams oder Forschungsförderanträge ist Carl et al. 2019 die Zitierwahl für 'meta-analytische Evidenz, dass VRET bei Angst wirkt'.

Diese Studie zitieren

Wenn Sie diese Studie in Ihrer Arbeit zitieren, sind dies die kanonischen Zitierformate:

APA 7th
Carl, E., Stein, A. T., Levihn-Coon, A., Pogue, J. R., Rothbaum, B., Emmelkamp, P., Asmundson, G. J. G., Carlbring, P., & Powers, M. B. (2019). Virtual reality exposure therapy for anxiety and related disorders: A meta-analysis of randomized controlled trials. Journal of Anxiety Disorders. https://doi.org/10.1016/j.janxdis.2018.08.003.
AMA 11th
Carl E, Stein AT, Levihn-Coon A, Pogue JR, Rothbaum B, Emmelkamp P, Asmundson GJG, Carlbring P, Powers MB. Virtual reality exposure therapy for anxiety and related disorders: A meta-analysis of randomized controlled trials. Journal of Anxiety Disorders. 2019. doi:10.1016/j.janxdis.2018.08.003.
BibTeX
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}
RIS
TY  - JOUR
AU  - Carl, E.
AU  - Stein, A. T.
AU  - Levihn-Coon, A.
AU  - Pogue, J. R.
AU  - Rothbaum, B.
AU  - Emmelkamp, P.
AU  - Asmundson, G. J. G.
AU  - Carlbring, P.
AU  - Powers, M. B.
TI  - Virtual reality exposure therapy for anxiety and related disorders: A meta-analysis of randomized controlled trials
JO  - Journal of Anxiety Disorders
PY  - 2019
DO  - 10.1016/j.janxdis.2018.08.003
UR  - https://withvr.app/de/evidence/studies/carl-2019
ER  - 

Kennen Sie Forschung, die in diese Evidenzbasis gehört? Wenn eine relevante peer-reviewte Studie hier nicht aufgeführt ist, senden Sie die Quellenangabe an hello@withvr.app. Die Evidenzbasis wird aktuell gehalten, während die Literatur wächst.

Finanzierung & Unabhängigkeit

Affiliationen umspannen die etablierte VRET-Forschungsgemeinschaft: University of Texas at Austin (Carl, Stein, Powers); San Francisco VA Medical Center; Northern California Institute for Research and Education; Baylor University Medical Center; Emory University School of Medicine (Rothbaum); University of Amsterdam (Emmelkamp); University of Regina (Asmundson); Stockholm University und University of Southern Denmark (Carlbring). Finanzierungsquellen aus dem verfügbaren Abstract-Auszug nicht detailliert extrahiert. Peer-Review im Journal of Anxiety Disorders (Elsevier). Keine Beteiligung von withVR BV an Finanzierung, Studiendesign oder Autorenschaft. Zusammenfassung unabhängig von withVR auf Basis des veröffentlichten peer-reviewten Artikels erstellt.

Zuletzt geprüft: 2026-05-17 Nächste Überprüfung geplant: 2027-05-17 Geprüft von: Gareth Walkom