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Stotteradaptation ist in VR stärker ausgeprägt als in realen Settings
Wie dies bewertet wurde
Quasi-experimentelles Design (n=24) ohne Randomisierung. Die Befunde sind hinweisgebend und informativ für die Hypothesengenerierung.
Die Bewertungen verwenden ein vereinfachtes vierstufiges Schema (Hoch, Mittel, Niedrig, Sehr niedrig), angelehnt an die GRADE working group. Mehr darüber erfahren, wie Studien bewertet werden.
Diese Studie untersuchte, ob stotternde Menschen den erwarteten Rückgang des Stotterns bei wiederholtem Lesen in einer VR-Umgebung zeigen. Vierundzwanzig Erwachsene absolvierten Aufgaben in beiden Umgebungen, und der Adaptationseffekt war in VR tatsächlich stärker ausgeprägt.
Eine quasi-experimentelle Studie, die darauf hindeutet, dass arabischsprachiges VR-Sprechtraining für stotternde Erwachsene durchführbar sein könnte, wobei die Effektschätzungen durch das nicht-randomisierte Design begrenzt sind.
Wichtigste Ergebnisse
- Die Stotterschwere nahm über aufeinanderfolgende Durchgänge in beiden Umgebungen ab.
- Die Reduktion des Stotterns war in der VR-Umgebung sowohl beim Lesen als auch beim Spontansprechen ausgeprägter.
- In VR zeigte sich kein signifikanter Unterschied in der Stotterschwere zwischen Lese- und Spontansprechaufgaben.
- Die Interrater-Reliabilität war ausgezeichnet (Cronbachs Alpha = 0,98 real, 0,99 virtuell).
Hintergrund
Wenn stotternde Menschen dieselbe Textpassage mehrmals hintereinander lesen, nimmt ihr Stottern typischerweise mit jedem Durchgang ab. Dieses gut dokumentierte Phänomen, bekannt als Adaptationseffekt, ist ein grundlegender Bestandteil des Verständnisses und der Beurteilung von Sprachflüssigkeit. Es war jedoch unklar, ob dieses Muster auch in Virtueller Realität auftreten würde, oder ob die Neuartigkeit und immersiven Qualitäten von VR diesen Effekt stören könnten.
Was die Forscher taten
Vierundzwanzig arabischsprachige Erwachsene mit Stottern (15 männlich / 9 weiblich, Alter 19-33 Jahre, Durchschnitt 24,8, SD 4,07, alle mit Arabisch als Muttersprache) absolvierten wiederholte Lese- und Spontansprechaufgaben in zwei Settings: einem realen Standardraum und einer VR-Umgebung. Die Stotterschwere umfasste ein breites Spektrum - von sehr leicht bis sehr schwer gemäß dem Stuttering Severity Instrument-4 (SSI-4). Ein einzelner Untersucher analysierte die Aufnahmen (der Abschnitt zu den Einschränkungen stellt ausdrücklich fest, dass die Daten von einem einzigen Untersucher ausgewertet wurden). Im Paper wird ein Cronbachs Alpha von 0,98-0,99 angegeben, obwohl diese interne Konsistenzangabe in einem gewissen Widerspruch zur Einzelbewerter-Datenerhebung steht - ein Widerspruch, den das Paper selbst nicht auflöst.
Was sie herausfanden
Die Stotterschwere nahm in beiden Settings über aufeinanderfolgende Durchgänge ab und bestätigte damit, dass der Adaptationseffekt in VR ebenso auftritt wie im realen Leben. Überraschenderweise war die Reduktion in der VR-Umgebung noch ausgeprägter. Ein weiterer bemerkenswerter Befund war, dass in VR die Stotterschwere beim Spontansprechen sich nicht signifikant vom Stottern beim Lesen unterschied - eine Lücke, die in realen Beurteilungssituationen typischerweise besteht. Die Interrater-Reliabilität war in beiden Bedingungen ausgezeichnet.
Warum das wichtig ist
Der stärkere Adaptationseffekt in VR deutet darauf hin, dass virtuelle Umgebungen Bedingungen schaffen können, die stotternden Menschen helfen, schneller in ihr Sprechen hineinzufinden. Die Verringerung der Diskrepanz zwischen Lesen und Spontansprechen ist besonders interessant, da sie darauf hindeutet, dass VR den Übergang von strukturierten zu unstrukturierten Sprechaufgaben erleichtern könnte. Kliniker können diese Eigenschaft gezielt einsetzen, wenn sie Menschen beim Übergang von kontrollierter Übung zu natürlicherer Kommunikation begleiten.
Einschränkungen
Die Studie verwendete ein Einzelsitzungsdesign, sodass unklar ist, ob der stärkere VR-Adaptationseffekt über mehrere Besuche anhält. Alle Teilnehmenden waren arabischsprachige Erwachsene, was die Übertragbarkeit auf andere Sprachen und Altersgruppen einschränkt. Die Studie untersuchte zudem nicht, warum VR einen stärkeren Effekt erzeugte, und lässt den zugrunde liegenden Mechanismus für zukünftige Forschung offen.
Implikationen für die Praxis
VR-Umgebungen können einen stärkeren Adaptationseffekt erzeugen, was sie strategisch in Generalisierungsphasen nutzbar macht. VR schien die Schwierigkeitslücke zwischen Lesen und Spontansprechen zu verringern.
Diese Studie zitieren
Wenn Sie diese Studie in Ihrer Arbeit zitieren, sind dies die kanonischen Zitierformate:
@article{almudhi2021,
author = {Almudhi, A.},
title = {Evaluating adaptation effect in real versus virtual reality environments with people who stutter},
journal = {Expert Review of Medical Devices},
year = {2021},
doi = {10.1080/17434440.2021.1894124},
url = {https://withvr.app/de/evidence/studies/almudhi-2021}
}TY - JOUR
AU - Almudhi, A.
TI - Evaluating adaptation effect in real versus virtual reality environments with people who stutter
JO - Expert Review of Medical Devices
PY - 2021
DO - 10.1080/17434440.2021.1894124
UR - https://withvr.app/de/evidence/studies/almudhi-2021
ER - Kennen Sie Forschung, die in diese Evidenzbasis gehört? Wenn eine relevante peer-reviewte Studie hier nicht aufgeführt ist, senden Sie die Quellenangabe an hello@withvr.app. Die Evidenzbasis wird aktuell gehalten, während die Literatur wächst.
Finanzierung & Unabhängigkeit
King Khalid University Deanship of Scientific Research, Zuschuss GRP 204-41. Keine Beteiligung von withVR BV an der Finanzierung, dem Studiendesign oder der Autorenschaft. Zusammenfassung unabhängig von withVR unter Verwendung der veröffentlichten Arbeit erstellt.